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Hairflower 10

Die Freunde zurück auf Wolke 7.

Wolke 7

Enna, Hairflower, Janina und Friedrich zurück auf Wolke 7.

Enna: "Wie ist es möglich, dass wir auf einer Wolke spazieren gehen können?"

Hairflower: "Ich habe mit der Wolke geredet, und dann sind da noch meine Haare ..."

Enna: "Deine Haare, ja, sie durchdringen die Wolke und geben sie uns den Halt? Das würde es erklären. Aber vielleicht ist es auch nur ein Feld ... Aber .... wieso bin bin hier ... in meinem Körper?"

Hairflower: "Dein Körper war gefährdet. Ein paar Organ-Mafiosi wollten sich darüber hermachen und Dein Gehirn zerschneiden, um Dein paraphysisches Potential zu ergründen."

Enna: "Und du hast mich einfach hierher geholt? Aus den Traumwelten heraus, durch die multiplen Dimensionen der Raum-Zeit?"

Hairflower: "So ist es. Wisse, es gibt keine Beschränkungen für mich in dieser Welt. Und diese Wolke hier ist mein Zuhause ... auch wenn sie sich manchmal auflöst."

Friedrich: "Und dann ... dann fallen wir hinunter?"

Hairflower: "Nicht wirklich. Ihr habt riesige Flügel, die ihr nur nicht sehen könnt. Mit einer Spannweite von mehr als 6 Metern."

Janina: "Dann ... dann sind wir Engel?"

Hairflower: "Ja, das seid ihr. Bedenket, ihr seid die Begleiter einer Göttin."

...

Enna: "Und ich?"

Hairflower: "Ich mag Dich. So wie Du denkst und wie Du durch die Traumwelten reist.
Du hast dabei eine Berührung mit der Unendlichkeit."

Enna: "Und Du?"

Hairflower: "Ja und nein. Ich will das nicht. Sei doch einfach einmal glücklich mit dem, was Du hast.
Mit dem Moment, den ich Dir gebe. Hier bist Du beschützt, niemand und nichts kann Dich gefährden.
Genieße Dein Leben, die Wolken, das Hiersein und den schönen Ausblick auf die Welt."

Enna: "Ja, aber ... Du erinnerst Dich an meine Bitte?"

Hairflower: "Ich möchte nicht in Deine Traumwelten eingreifen. Es ist Deine Wahrnehmung und es sind Deine Wünsche.
Du wirst die Berührung mit der Unendlichkeit nicht aufgeben und wenn ich Dir folge, dann werde ich selbst zu einem unendliches Wesen.

Das will ich nicht. Ich habe die Welt nicht geschaffen, sie ist das Wirken anderer.
Nur hier im Endlichen kann ich etwas tun, etwas verändern, ohne dass es die Gesamtheit gefährdet.
Dein Körper war bedroht, dort konnte ich eingreifen. Weil diese Mafiosi nur ein lokales Phänomen sind,
ohne Bedeutung für die großen Ereignisse in Raum und Zeit. Ich wirke individuell, für Dich.
Aber nicht in Deine Wünsche über die Welt. Sie sind der Antrieb, der Dein Leben bestimmt ... und ich möchte es nicht absorbieren."

...

Enna: "Ich verstehe, aber es tut so weh, wenn ich daran denke ..."

Hairflower: "Du erkennst, was ist und was nicht sein sollte. Damit veränderst Du bereits die Welt."

Enna: "Ist denn das, was nicht sein sollte, wirklich falsch?"

Hairflower: "Es ist Deine Sicht der Dinge, und sie ist nicht weniger bedeutend als alle anderen möglichen Sichtweisen.
Es liegt nicht an mir, ob die Konstrukteure der Welt meinen, sie müssten dort eingreifen oder ob sie die Dinge sich selbst überlassen.
Damit es zu einem besseren Selbst finden kann."

Enna: "Gut und böse, schlecht und besser. Sind das alles nur subjektive Sichtweisen?"

Hairflower: "Nein. Ich teile Deine Sicht der Dinge und wirke so, wie Du es Dir wünscht, wenn ich eingreife."

Enna: "Es gibt Hoffnung aber es nimmt sie auch. Was soll ich denken, wenn ich um ein Wesen weiß, das alles zum Besseren wenden könnte aber es nicht tun will?"

Hairflower: "Das Problem kennst Du bereits und Du weißt, das es dafür keine Antwort gibt, nicht in endlicher Zeit."

Enna: "Ja, ich weiß. Ihr Götter seid eben doch das, was der Name sagt. Und ich, ich bin nur ein kleines menschliches Wesen, ein Blatt im Wind."

Hairflower: "Du bist ein Wesen, das von den Göttern geliebt wird."

...

Enna lag nun neben den anderen in einem Bett aus Haaren. Alle leisteten dazu ihren Beitrag,
aber die meisten Haare stammten natürlich von Hairflower.
Die körperlangen Haare von Enna vermischten sich mit denen von Friedrich und Janina.
Es war ein wunderschönes Bild zwischen blond, braun und schwarz und rot.

Und dazwischen das Weiß der Wolke.

Janina: "Aus unseren Haaren könnte ein Regenbogen entstehen, es fehlt nur ein wenig grün."

Hairflower: "Meine Haare können ihre Farben wechseln. Seht ihr, ein Teil davon ist nun grün."

Enna: "Du hast so schöne Haare, Hairflower."

Hairflower: "Ich mag die langen Haare der Menschen und ich selbst erscheine hier als ein Bild dieser Wesen."

Friedrich: "Ja, wir sind schon eine langhaarige Gemeinschaft. Jeder von uns hat mindestens Körper lange Haare und sie liegen nun alle um uns herum und wir mitten drin."

Janina: "Sie sind so schön weich und sie transportieren unsere Gefühle."

Friedrich: "Ja, wenn ich Deine Haare streichele und Du meine berührst."

Janina: "Es ist wie ein Streicheln der Haut, eine sanfte Berührung meiner Seele."

Enna: "Eine schöne kleine haarige Welt, mit so viel Zärtlichkeit und Weichheit. Sie erscheint so fragil und doch kann sie von niemanden zerbrochen werden ..."

Hairflower: "Wir sind hier auf Wolke 7."

...

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