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Hairflower 14

Janina verhindert einen Krieg.


Janina erscheint als Engel in der Welt

Friedrich: "Ich sehe den Beginn eines Krieges. Truppen werden zusammengezogen. Könnten wir nicht einfach die verantwortlichen Politiker und Generäle zu Stein erstarren lassen?"

Hairflower: "Nein"

Friedrich: "Aber ..."

Hairflower schaute Friedrich nur an. Ganz direkt. In die Augen.

Friedrich: "Entschuldige bitte, ich hatte nur so ein Gefühl ..."

Hairflower: "Diese Gefühle entstehen, wenn sich jemand klein und machtlos fühlt. Sie sind ein Ausgleich. Aber Du, du bist weder klein noch machtlos, nicht auf dieser Wolke hier."

Friedrich fühlte sich schuldig, ohne genau zu wissen, warum. Warum musste das alles so schwierig sein, dabei hatten sie doch die Macht, die Dinge zu verändern.

Hairflower: "Macht darf nicht missbraucht werden. Doch es geschieht so oft, im Großen wie im Kleinen. Du weißt nicht, was passieren kann, wenn absolute Macht missbraucht wird. Glaube mir, das Ergebnis ist nicht schön."

Janina: "Wir wollen doch nur helfen. Unsere Gefühle ... sie laufen Sturm. Wenn dieser Krieg ausbricht, Millionen unschuldiger Menschen werden sterben, zerfleischt, verbrannt, zerstückelt, zerrissen, und dies alles bei vollem Bewusstsein. Es ist die Hölle, die zu ihnen kommt."

Hairflower: "Das muss nicht geschehen. Ihr habt die Möglichkeiten, das zu verhindern."

Enna: "Die Träume ... Wenn ich in die Träume des großen Diktators hineinfahre ..."

Hairflower: "Das sei Dir gewährt."

Janina: "Und ich? Wenn ich als Engel auf das Schlachtfeld zwischen die Fronten fliege ... Aber ... wenn sie auf mich schießen, halte ich das aus? Nein, ich muss es tun."

Hairflower: "Hab keine Angst, Dir wird nichts geschehen."
...

Die beiden Armeen standen sich gegenüber, mit Feuer bereiten Geschützen und geladenen Gewehren. Es fehlte nur noch der Befehl zum Sturmangriff.

Merkwürdiges ereignete sich. Etwas schien durch die Luft zu segeln, gerade zu auf den freien Platz zwischen den beiden Armeen. Dorthin, wo das Blut von zehntausenden jungen Soldaten die Erde tränken sollte.

Schöne junge Menschen, geweiht für einen Schlachthof.

So war es der Wille der Militärs. Alte Männer, die sich hinter der Front verbargen, in sicheren Bunkern, wo ihnen nichts geschehen konnte.

Ein Schlachtfeld ist nun einmal ein Schlachtfeld, bis auf dieses störende Objekt dort ...

General Hasenfuchs schaute durch sein Fernglas. Was war denn das? Er sah ein geflügeltes Wesen, mit einer Flügelspannweite von mehr als 6 Metern. Eine Frau mit Flügeln? Sie sah aus wie ein Engel.

Das konnte doch nicht sein. Feindliche Propaganda, nur, wie hatten sie das gemacht?

Als wenn hier irgend jemand an Engel glauben würde.

Egal, wollen wir doch einmal sehen, wie stabil das ganze ist. Der General gab einen Feuerbefehl. Eine Granate flog direkt auf den Engel zu ... und zerplatzte in der Luft, an einer unsichtbaren Wand.

Das hatte er nun nicht erwartet. Ein Fluggerät basteln, das wie ein Engel aussah, warum nicht. Aber eine unsichtbare Wand, die Granaten abwehren konnte? Das gab es doch nur im Film.

War es an der Zeit für Wunder?
...

Nein, General Hasenfuchs glaubte nicht an Wunder. Das musste eine Sinnestäuschung sein. Es war an der Zeit, dem Feind mit der ganzen Kraft der Artillerie zu bekämpfen.

Engel. Pah. Man würden dem Feind den Teufel schicken. Soll er doch in der Hölle schmoren.

"Eröffnet das Feuer."

Der Befehl, das Trommelfeuer zu eröffnen, hatte keine Wirkung. Die Geschütze versagten. Niemand hatte dafür eine Erklärung.

Wozu habe ich diese Ingenieure ... sie sollen mir die Funktionsfähigkeit der Geschütze sicherstellen und nicht mit Erklärungen kommen, warum sie nicht mehr funktionieren.

Aber nichts von den Schulweisheiten schien mehr anwendbar zu sein. Und Magier gab es keine.
...

Ein Gedanke bildete sich in den Bewusstseinen der Soldaten.

<< Wollt ihr wirklich den Krieg? >>
...

<< Nein. >>

<< Ja. >>

Mmmh. Nicht alle waren gegen diesen Krieg. Warum auch immer.

Janina: << An die Kriegsbefürworter, warum wollt ihr diesen Krieg? >>

<< Weil wir die Macht haben, den Feind zu schlagen. >>

Janina: << Aber der Preis dafür? Wer immer den Krieg befürwortet, ich kann ihm seine Zukunft zeigen, die ihn hier auf dem Schlachtfeld erwartet. >>

<< Nein. Das wollen wir nicht. Warum mischt Du Dich überhaupt hier ein? Es ist unsere Sache, wir wollen keine Einmischung supernaturaler Wesen. Ihr nehmt uns nur die Freiheit, unser Handeln selbst bestimmen zu können. >>

Erstaunlich, dass diese telepathisch leitende Umgebung sofort zu einer Kollektivbildung führt. Viele, die ähnlich denken, artikulieren sich mit einer Stimme.

Aber es gibt nicht nur diese eine Stimme.

Janina: << Und die anderen unter Euch? Die den Krieg nicht wollen? >>

<< Wir sind nicht freiwillig hier. Das Kriegsrecht hat uns dazu gezwungen. Wir wollen nicht sterben. >>

Janina: << Ich, die ich hier vor Euch stehe, ich sage Euch. Ihr müsst nicht sterben. Jeder von Euch, der den Krieg nicht will, er mag diesen Ort verlassen. Es wird Euch nichts geschehen. Geht einfach nach Hause. >>

<< Hast Du wirklich die Macht dazu? Deserteure in Kriegszeiten, sie werden erschossen, und wenn wir diesen Platz hier verlassen ... >>

Janina: << Wenn ihr hier bleibt ... Seht, ich zeige Euch das Schicksal der Vielen, die den Krieg erleben werden. >>

Ein Blick in die Zukunft. Nicht sehr weit, nur ein paar Stunden. Es war ein Alptraum aus Blut und zerfetztem Fleisch.

<< Hör auf, hör auf, wir können es nicht länger ertragen ... >>

Janina: << Dann geht. Und wer bleiben will ... Es gibt genug Höllenplaneten in den parallelen Dimensionen, die nur auf Euch warten. Oder ich versetze Euch in eine parallele Welt. Für Euch wird sich dann nichts verändern, es bleibt so, wie ihr es haben wollt. Diese Welt hat sich verändert, durch mein Wirken. Also, was wollt ihr? >>
...

<< Fahr doch zur Hölle. >>

Janina: << Nun gut, das ist auch eine Antwort. Eure Zeitlinie verläuft nun unverändert weiter, und sie führt in eine parallele Welt ... >>

Dort wird der eine oder andere seine Mordlust austoben können. Ja, ich spüre sie in Euch. Nicht bei allen, aber bei manchen. Auch den Wunsch, sich als Krieger zu behaupten, den Feind zu vernichten. Die Ehre auf dem Schlachtfeld zu erringen? In diesem tobenden Gewitter aus explodierenden Granaten? Und danach? Eine Welt, die nur aus Krieg, Hass und Zerstörung besteht, was für eine Zukunft hat sie dann?

Wenn sie genug davon haben, dann werden sie aufhören zu kämpfen. Es gibt viele Beispiele, wie nach der Zerstörung ein Neuanfang ermöglicht wurde.

Der dann oft wieder in Zerstörung endete. Es gibt in der Geschichte der Spezies keine einzige Zivilisation oder Kultur, die überlebt hätte. Sie alle sind zugrunde gegangen, weil sie keine Eigenintelligenz entwickeln konnten. Es war immer die Elite, die versagt hat, weil sie in ihrer Beschränktheit die anderen, denen es nicht so gut ging, nicht helfen wollte. Dabei wäre es ihre Aufgabe gewesen, denen zu helfen, die der Hilfe bedurften. Sie schoben es auf eine höhere Macht, denn ihr seid ja alle Gottes Kinder und so liegt es an Gott, euch zu helfen.

Glaubt ihr wirklich, das Universum hat so viel Zeit und so viel Geduld mit Euch?
...


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