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Hairflower 23

Das Paradies auf Wolke 7 und die Welt dort unten.


Veränderungen

Hairflower zurück auf Wolke 7. Manches hatte sich verändert, dort unten. Die Menschen wussten jetzt, dass es eine Göttin gab, die über sie wachte. Dort oben, in den Wolken. Manchmal konnte man sie sehen, wie sie dort saß und ihre langen Haare herunter hängen lies.

Ja, es gab Spionsonden, die um die Wolke herumflogen und alles aufzeichneten .... was ihnen gegeben wurde.

Nackte Menschen, die sich umarmten und liebten und die sich in ihren langen Haaren verkriechen konnten, wie in einem Schneckenhaus. Nein, alles gab es nicht zu sehen. Denn nicht jede Form von Scham oder Moral ist schlecht ... es darf nicht nur so übertrieben sein. Dass sich sexuelle Frustration in Ablehnung aller körperlichen Freuden niederschlägt oder dass der Business-Stress die sexuelle Lust geradezu konsumiert.

Oder dass die Religion das ganze Leben für sich vereinnahmen möchte.

Es geschieht, aber der reine Geist lehnt die körperlichen Freuden nicht ab. Es sind mehr die Stellvertreter Gottes, die es tun.

Warum auch immer.

Oder die Politiker und Militärs, die geschlechtslose Zinnsoldaten am liebsten mögen.

Aber die Familienpolitik?

Kompromisse. Es hat im Dunkeln zu geschehen. Mehr eine Pflichtübung als das Begreifen sexueller Freuden am Leben.

In manchen Kulturen werden Beschneidungsrituale an Geschlechtsorganen zelebriert. Ursache dafür ist die Herrschaft der Alten über die Jungen oder der Männer über die Frauen, die dadurch auch physisch determiniert wird.

Oft sind es auch die Frauen selbst, die diese Rituale durchführen. Tradition kann äußerst negativ sein, wenn sie überkommene Herrschaftsstrukturen oder Besitzverhältnisse bewahren will.

Manchmal kämpfen sie gegeneinander, die Hormone, Gefühle, die Macht vermitteln und berauschen können. Oder die Angst lässt es nicht mehr zu, sich frei fühlen zu können. Oft sind es auch die Geschädigten selbst, die selber schädigen ...

Es gibt nun mal kein übergreifendes Bewusstsein, das für die Zukunft da ist, wenn das eigene Selbst so vordergründig ist.
...

Nun, wer frei sein will und seine Sexualität ohne Zwänge ausleben möchte, Wolke 7 bietet einen Platz dafür. Es bedarf nur eines Gedankens und prompt eilen geflügelte Wesen herbei.

Aber wenn sexuelle Lust bedingungslos verfügbar ist, gibt es dann überhaupt noch andere Interessen?

Es gibt sie. Wolke 7 hat sehr viel Potential an Wissen, das sie vermitteln möchte. Und es es gibt für männliche Primaten keine Jungfrauen als Belohnung. Jeder dort hat die gleichen Rechte. Der Mann kommt nicht vor der Frau. Aber auch Amazonen oder allgemeiner dominante Frauen müssen sich besinnen. Die Frau kommt nicht vor dem Mann. Gucken und reden ist erlaubt, ob mehr daraus wird, das hängt von den beteiligten Personen ab. Zwang gibt es hier nicht, niemand darf verletzt werden, weder durch Worte noch durch physische Gewalt. Und wer das nicht akzeptieren will ... die Betroffenen sind schneller wieder unten als sie hoch gekommen sind.

Die Wolke, ist sie selbst ein Individuum?

Warum nicht? Der allesumfassende Geist kann auch das ermöglichen.
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Der allesumfassende Geist? Hairflower?
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Nun gut, es ist eine andere Welt, die dabei entsteht. Manche verlieren dabei.

Ja, der Zuhälter, der seine Sklavinnen nicht gefügig machen darf. Der Manager, dessen Einkommen sich an den gesellschaftlichen Durchschnittswerten orientieren muss. Der Verlust von Milliarden für manche, die glauben, ein Recht darauf zu besitzen und die Herrenmenschen, denen die Untermenschen abhanden gekommen sind.

Und die Militärs, die keine Soldaten mehr in den Tod schicken können.

Eine solche Welt soll funktionieren?

SIE IST.
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Schön und gut. Aber sie kann doch nur Bestand haben, wenn sie sich verteidigen kann.

Wenn ich das nicht könnte, hätte ich mich niemals eingemischt.
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