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Hairflower 04

Hairflower fällt aus allen Wolken und führt einen Dialog mit einem Vogel.

Hairflower etwas verspielt

Hairflower zurück auf Wolke 7. Ein schweres Gewitter hatte sich gebildet, mit Blitzen, Donner und Wind. Und sie mitten drin, mit ihren offenen, 30 Meter langen Haaren!

Die wirkten als Blitzableiter! Und sie flatterten im Wind. Ob man das von unten sehen konnte?

Das Entwirren der Haare! Sie waren ständig damit beschäftigt, sich selbst wieder auseinander zu pulen. Aber irgendwie machte ihr das auch Spaß. Der Wind, das Unwetter, wirbelnde Wolken. Richtige kleine Tornados bildeten sich hier oben. Und sie ließ sich davon tragen, wie ein Blatt im Wind.

Es machte ihr riesigen Spaß, das war doch viel schöner als Jahrmarkt oder Vogelschießen in Plauen?

Vogelschießen?

Ach, nur so ein Gedanke.
...

Vogelschütze Adalbert konnte seinen Augen nicht glauben, Dort oben in den Wolken, diese langen dünnen wirbelnden Strähnen. Sie verhielten sich konträr zu den Naturgesetzen, als wenn sie ein eigenes Leben hätten. Er schaute und schaute. Aua, das war ein Blitz und der krachende Donner ließ ihn zusammenfahren. Aber ... nein, es hatte dem Auge nicht geschadet.

...

So, ein Vogelschütze schaute ihr zu. War sie vielleicht ein Vogel, den er abschießen wollte? Diese Menschen mit ihrem Jagdvergnügen! Töten aus Lust und Spaß, ohne einen wirklichen Sinn dahinter. Irgendwie machte sie das zornig. Ob sie ihm einfach einen Blitz ... Nein! Hairflower, beherrsche Dich. So sprach sie nun zu sich selbst. Sie musste ja nicht alle schlechten Eigenschaften der Menschen übernehmen.

Aber ... einen fetten Wassertropfen auf die Nase, das konnte sie sich nun doch nicht verkneifen.
...

Adalbert sah aus wie ein nasser Pudel. Nein, dieser unmögliche Regen. Es war wohl besser, irgendwo Schutz zu suchen. Und er musste die nassen Klamotten wechseln. Wassertropfen in dieser Größe, nein, das konnte es doch gar nicht geben ...

Am schlimmsten aber war das Gelächter seiner Sportskollegen.
...

Das Gewitter hatte sich beruhigt. Hairflower verfiel nun in einen sanften Schlaf. Nur, das Bett löste sich so langsam auf ...

Plumps. Aus allen Wolken gefallen.

Aber es war ihr nichts passiert. Es gab noch nicht einmal einen Krater durch den Aufprall aus luftiger Höhe. Hairflower setzte sich und schaute sich um.

Eine Wiese. Weit und breit war niemand zu sehen. Nur ein paar neugierige Vögel ... und ein Kaninchen mit großen leuchten Augen. Die Kraft das Lebens, Hairflower sah sie in den Augen dieses Wesens. Es war faszinierend. Das Leben konnte so schön sein.

Leuchtende Augen, die brannten wie Feuer.

Ein Greifvogel.

Nein, nicht jetzt.

Diese wundervollen Augen, Hairflower wollte sie nicht verglühen sehen.

Vogel, bleib wo Du bist!

Vogel: Wer bist Du, dass Du mir Anweisungen geben willst?

Der Vogel kann sprechen?

Nein, es ist nur eine verbale Darstellung einer komplizierten Kommunikation, die sonst über viele Seiten beschrieben werden müsste.

H: Ich kann es. Aber ich möchte es Dir nicht beweisen. Also bitte, gehe einfach.

V: Ich habe Hunger.

H: Das verstehe ich, aber diese leuchtenden Augen, ich möchte sie nicht fallen sehen. Ich kann es nicht, nicht in diesem Moment.

V: Und meine Augen, leuchten sie nicht?

H: Du wirst nicht verhungern. Bitte, lasse mir diesen Moment.

V: Da Du so höflich fragst. Ich verstehe Dich zwar nicht, aber warum soll ich Deiner Bitte nicht entsprechen können.

Und fort war er.

Ja, so können auch die Tiere einer Bitte nachgeben. Es sind nicht nur die Menschen, die es können und die es doch so oft verweigern.
...

Hairflower und das Kaninchen. Langsam hoppelte es auf die Göttin zu, als ob es sie spüren würde. Sanft streichelte Hairflower das Fell.

H: Du musst Dich gut verstecken. Diese Greifvögel wollen Dich fressen.

Kaninchen: Ich weiß. Danke für Deine Hilfe.

H: Wo ist Deine Höhle?

...

So, das Kaninchen war nun in Sicherheit. Vorerst. Wer hatte sich nur so etwas ausgedacht, fressen und gefressen werden? Es gab so viele schöne Dinge in der Welt, und dies alles war von Vernichtung bedroht. Sie selbst brauchte keine Nahrung. Nur ... ja, wovon lebte sie eigentlich?

Von ihren eigenen Gedanken?

Mmmh. Wenn sie sich hinein fühlte in die Lebewesen, sie spürte den Genuss bei der Nahrungsaufnahme. Aber sie selbst brauchte doch keine. Sie war ein Wesen, das sich selbst genug war. Sie brauchte nichts anderes für ihr Sein.
...

Nun, so sei es. Vielleicht bin ich auch nur hier, um eine andere Sicht auf die Dinge zu ermöglichen.  Ich kann ihnen helfen, den Wesen in der Welt. Ohne dass ich das eine vernichten muss, damit ein anderes überleben kann.

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