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Hairflower 05

Hairflower findet ein Liebespaar auf einer Wiese.

Hairflower auf einer Wiese

Hairflower war nicht alleine auf der Wiese. Dort hinten im hohen Gras ... ein Liebespärchen. Sie lagen eng umschlungen im Gras ... so ganz bar jeder Kleidung.

Das passte doch zu Hairflower's Outfit.

Hairflower wollte sie nicht stören, aber, sie war neugierig und gab sich schließlich zu erkennen.

Beide erhoben sich und schauten Hairflower an, nein, es waren die Haare, die sie in ihren Bann zogen. Hairflower zog die langen Haare hinter sich her. 30 Meter lange Haare, ausgebreitet wie ein Teppich. Die beiden bekamen richtig schöne leuchtende Augen.

Hairflower fühlte sich berührt. Sie spürten die Kraft hinter diesen Augen. Sie brannten wie Feuer.

"Hallo ihr beiden. Ich bin doch bloß eine ganz gewöhnliche ..." Ja, was eigentlich.

"Du bist wundervoll."

"Ja, danke."

"Ich heiße Hairflower, könnt ihr mir eure Namen sagen?"

"Ich bin Janina." "Und mich nennt man Friedrich. Ich bin aber nicht der Große."

Hairflower dachte nach. Friedrich der Große? Sie schickte einen Teil von sich durch Raum und Zeit und hatte gleich darauf die Antwort.

Hairflower: "Ach der ... Nein, Du siehst viel besser aus als dieser Monarch."

Friedrich: "Danke. Aber woher kennst Du ihn?"

Hsairflower: "Ach, nur ein kurzer Besuch. Oh, schaut bitte nicht so ungläubig."

Janina: "Du hast übernatürlich schöne lange Haare. Warum solltest Du Friedrich den Großen nicht kennen?"

H: "Danke für das Verständnis, Janina. Und ich spüre, du meinst es ehrlich. Ja, ich bin ein wenig mehr, als ihr hier in mir seht."

J: "Das sehen wir :-). Aber sag bitte, wie kannst Du diese Haare bändigen?"

H: "Sie haben eine Art Eigenleben, ich brauche mich so nicht um alles zu kümmern."

F: "Lebende Haare. Das ist schon ein wenig Magie."

H: "Nicht nur ein wenig. Aber die brauche ich momentan nicht."

J: "Darf ich Deine Haare berühren?"

H: "Ja, bitte. Du kannst dabei nichts kaputt machen."

Oh, so viele Haare und so lang. Janine nahm sie in ihre Hände und es wurden mehr, immer mehr. Bald war sie ganz von den Haaren eingehüllt. Und sie fühlte sich so geborgen darin. Geborgen in einer Welt aus Weichheit, die sich so wunderbar streicheln ließ.

H: "Ich lasse die Haare für uns ein Zelt machen. Dann können wir uns dort hinein begeben und sind vor der heißen Sonne geschützt. Und es sieht niemand unsere Nacktheit."

...

Ein richtiges kleines Wohnhaus wurde daraus. Und die Haare blieben mit Hairflower verbunden. Sie formten einen kleinen Tisch und drei Sessel, in die sich die drei hinein setzen konnten.
Was so ein eindimensionaler String alles an Möglichkeiten in sich barg! Aber es waren ja auch viele eindimensionale Strings.

H: "Habt keine Angst. Ich werde jetzt ein wenig zaubern. Schließlich wollt ihr nicht hungern und ihr braucht etwas zu trinken. Und Kleidung."

"Unsere Kleidung, sie muss dort draußen irgendwo sein."

"Probiert doch einfach mal etwas Neues."

Und so geschah es. Janina und Friedrich nun bestens eingekleidet und gesättigt.

"Das war ein sehr schönes Essen. Aber was war das eigentlich?"

"Früchte. Ich habe sie gezaubert. Und das Getränk, ein Mix aus verschiedenen Dingen, die ich in euren Erinnerungen lesen konnte."

Janina: "Du bist ein Telepath?"

H: "Unter anderem."

F: "Ah ja."

H: "Aber Angst scheint ihr keine zu haben. Ich könnte Euch doch auch unheimlich erscheinen."

J: "Wir sind Studenten der Paraphysik und beschäftigen uns mit virtuellen Welten der Fantasie. Was da alles passiert ... eigentlich gibt es wenig, was uns noch überraschen könnte."

H: "Ah ja."
...

H: "Ich könnte mit Euch zusammen eine dieser Fantasiewelten besuchen. Habt ihr Lust dazu?"

J: "So wie in der virtuellen Realität?"

H: "Mehr als das. Eine Realität in der die Fantasie wirklich ist."

F: "Das geschieht doch auch in den Träumen, die uns die Traumtänzer anbieten."

H: "Was ich Euch zeigen will ist eine parallele Welt."

J: "Oh. Dann gibt es parallele Welten zu unseren Fantasien?"

H: "Ich kann sie sehen. Also gibt es sie."

F: "Eine etwas andere Formulierung eines bekannten Satzes. Aber so eine Aussage ... kein gewöhnlicher Mensch könnte so etwas behaupten. Die Formen der Wahrnehmung können mit der Fantasie verschmelzen, wie soll dann eine Aussage über Realität zustande kommen?"

H: "Es gibt eine Realität, sie würde Euch sehr skurill erscheinen. Und das, was ihr als eure persönlichen Realität begreift, es könnte auch nur ein Traum sein. So genau habe ich die Dinge noch nicht erfasst. Nur diese parallelen Welten, sie sind für mich zugänglich. Wollen wir sie besuchen?

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