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Hairflower 07

Hairflower ändert den Ablauf der Zeit.

Hairflower hilft Liliana

Liliana: "Ich ... ich möchte mein Leben zurück haben. Die vielen Gebete, über die Jahre, nie hat ein Gott mich wirklich erhört. Wie wollt Ihr mir dann helfen können?"

Janina: "Vielleicht solltest Du unsere Göttin kennenlernen. Es ist nicht an uns, Magie einzusetzen, um die Welt zu verändern."

Liliana: "Eure Göttin? Gibt es sie denn? Den Teufel gibt es, das weiß ich sehr wohl. Es sind die Gebete an den Teufel, die manchmal helfen, wenn die Schmerzen zu groß werden. Aber danach ... es gibt keine Hoffnung. Die Qual kehrt immer wieder zurück. Manche ertragen es nicht mehr und dann ..."

Liliana begann zu weinen. Nicht sanft und leise, nein, die Tränen kullerten ihr aus den Augen und liefen ihr über das Gesicht. Ihr ganzer Körper erzitterte.

Janina berührte sie sanft und nahm sie in den Arm.

Friedrich: "Hairflower, es ist an der Zeit, dass Du Dich sehen lässt."

...

Ploppp.

Plötzlich waren überall Haare um sie herum. Leuchtende blonde Haare, die ihre Farbe wechselten. Mal erschienen sie rot, mal grün, mal blau ... und dann wie ein Regenbogen.

Und mitten drin in den Haaren, ein wunderschönes Wesen.

Selbst die Sonne könnte neidisch werden, vor so viel Schönheit.

Aber nein, sie beleuchtete sie stattdessen um so mehr. Fast schien es so, als würde sich die Sonne freuen.

Warum auch nicht. Dies ist eine Fantasiewelt, auch wenn sie nun real geworden ist.

Janina: "Hairflower. Ich habe mich so sehr nach Dir gesehnt ... Ich liebe Dich doch so, es ist so schön, dass Du wieder da bist."

Liliana rieb sich die Tränen aus den Augen.

Liliana: "Du ... Du bist Hairflower? Bestehst Du ganz aus Haaren?"

Hairflower: "Prozentual betrachtet, vielleicht. Aber nein, siehst Du, ich habe einen Körper wie Du, mit einer Haut, die ihn umschließt ... die Haare, so verschieden sind Haut und Haare gar nicht voneinander. Aber innen drin habe ich Organe wie Du, und Muskeln, Blut, Sehnen, ein Herz, eine Nase, Augen, Ohren ..."

Liliana: "Wenn Du die Haare zurück nimmst, ja, jetzt sehe ich Dich."

Hairflower: "Du hast doch selbst Körper lange dicke Haare, in die Du Dich einwickeln kannst."

Liliana: "Meine Haare. Ich liebe sie so sehr. Und die Männer in diesem Harem ... die meisten tun es auch. Nur deswegen habe ich sie noch. Vor den Haarefetischisten darunter muss ich mich allerdings in acht nehmen. Sie wollen die Haare für sich haben oder einfach nur ab rasieren. Die größte Freude hätten sie dabei, mich leiden zu sehen. Wenn ich mich mit meinem ganzen Gefühl dagegen wehre und mir die Tränen über das Gesicht laufen."

Hairflower: "Was bisher nicht passiert ist."

Liliana: "Das Alphamännchen lässt es nicht zu. Ich bin eine seiner Hauptfrauen. Aber andere hier im Harem ... "

Hairflower: "Ich verstehe. Es ist an der Zeit, diesem Treiben ein Ende zu bereiten."
...

Liliana: "Du hast die Zeit eingefroren? Dann musst Du ein sehr mächtiges Wesen sein. Nicht einmal der Teufel ist dazu in der Lage."

Hairflower: "Meine Macht ist unbegrenzt. Daher bin ich auch vorsichtig damit, sie einzusetzen. Denn es könnte geschehen, dass die ganze Welt plötzlich mir gehört und ich dann dafür verantwortlich bin. Aber ob ich so grenzenlos und fehlerlos bin, um das zu schaffen? Nein. Ich möchte es nicht ausprobieren. Aber hier und jetzt, ich könnte Dich aus dem Zeitstrom Deines Selbst herausnehmen und eine neue Zeitlinie initiieren."

Liliana: "Der Beginn der Qual, als ich in dieses Auto gezerrt worden bin? Das könntest Du verändern?"

Hairflower: "Lass uns zurückkehren zu diesem Ereignis. Da ich mich in dieser Welt mit ihren Mitteln bewegen möchte, wäre es an der Zeit, eine Tardis anzufordern."
...

"Also, ich bin der Doktor und hier neben mir, das ist Rose. Ihr wollt die Tardis als Taxi benutzen? Durch Raum und Zeit? ICH BIN EIN TIMELORD und kein Fahrdienst für bewegungsfaule Gottheiten ..."

...

Liliana auf ihrem Nachhauseweg von der Schule. Es war kein einsamer Weg, mitten in der Stadt. Überall waren Leute auf den Straßen und dunkel war es auch nicht.

Ein rotes Auto näherte sich von vorne. Noch war es etwa 400 Meter entfernt.

Ansonsten waren keine Autos zu sehen. Merkwürdig, zur Hauptverkehrszeit auf einer viel befahrenen Straße ...

Dann geschah etwas Sonderbares. Ein dunkler Nebel stieg aus einem Straßengullie und verdichtete sich innerhalb von Sekunden zu einem undurchsichtigen Etwas, das die ganze Fahrbahn einhüllte.

Das Auto raste dort hinein.

Der Nebel löste sich auf und das Auto blieb verschwunden.

Niemand schien das gesehen zu haben. Wie selbstverständlich gingen die Passanten ihrer Wege.

Und plötzlich waren auch wieder andere Autos da.

Liliana starrte mit offenem Mund auf die Straße.
...

Sie hatte ja schon so viele Fantasiefilme gesehen, aber das hier? War das Traum? Musste sie nun aufwachen?

Nein, sie fühlte sich hellwach.

Aber sie hatte es doch gesehen!  Niemand würde ihr glauben, Zeugen gab es auch keine. Allmählich zweifelte sie an ihrem Verstand ...

Rose: "Wir müssen mit ihr reden. Ihr Verstand akzeptiert das nicht!"

Rose erinnerte sich, an ihre erste Begegnung mit dem Doktor.
...

Liliana: "So, das ist also die Tardis. Sie ist innen größer als draußen ..."

Nun hatte sich die Zeit für Liliane verändert. Anstatt in einem Harem zu enden, lernte sie nun den Doktor kennen und der wollte sie gleich mit auf eine Reise nehmen ...

Friedrich: "Lassen wir die drei doch ziehen. Es ist ein neues Leben für Liliana, hoffen wir, dass es sie glücklich machen wird."

Hairflower: "Ja, das hoffe ich auch. Ich möchte ihr weiteres Schicksal nicht allein bestimmen. Ein Eingriff in den Lauf der Welt kann die Dinge verbessern, muss es aber nicht. Aber da wir die Möglichkeit dazu haben, ist es manchmal auch notwendig, dass wir eingreifen."

Janina: "Wir sind also verantwortlich für das, was wir tun, und für das, was wir nicht tun?"

Hairflower: "Weil wir die Macht dazu haben, uns entscheiden zu können. Sie ist nicht statisch, sie fordert eine Aktion.  Nur wenn wir völlig in Ohnmacht leben würden, hätten wir keine Verantwortung für irgendetwas."

Friedrich: "Du redet von WIR, Hairflower. Wen meinst Du damit?"

Hairflower: "Uns drei. Wir sind Freunde und ich möchte eure Ratschläge mit meinen Vorstellungen teilen. Seht, ich komme aus dem Nichts und ich lerne von der Welt, und von Euch möchte ich lernen."
...

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